Hinaus auf die Straße zum Ostermarsch!

Der Beschluss Deutschlands, das NATO-Ausgabenziel auf 5% des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, hat gravierende Folgen: Bis 2029 sollen 152 Mrd. Euro ins Militär fließen Stand 2024: 90,58 Mrd. Euro). Wir drehen den Spieß um: Statt weiter unendlich viele Ressourcen für die Zerstörung ganzer Regionen zu verpulvern, gehen wir für Milliardeninvestitionen in soziale Daseinsfürsorge und öffentliche zivile Infrastruktur auf die Straße.

Da Kriege nur geführt werden können, indem Feindbilder geschaffen werden, ist der Einsatz für eine friedliche Zukunft untrennbar mit dem antifaschistischen Kampf verbunden. Im Krieg gibt es nur eine richtige Seite und das ist die, die den Krieg nicht mitmacht.

Bei der Aufrüstung geht es in keinster Weise um Verteidigung: Ziel ist die Sicherung der Vormachtstellung des Westens und die der weltweiten Ausbeutungsordnung, denn Deutschland hat bereits das viertgrößte Militärbudget aller Länder.

Dafür ist die Wiedereinführung der Wehrpflicht der Versuch, Befehl und Gehorsam über die Entfaltung einer jeden einzelnen Persönlichkeit zu stellen und Gewaltablehnung, Menschenbefürwortung und Lebensfreude aus den Köpfen und der Tat zu verjagen. Seit Anfang des Jahres bekommen bereits alle 18-Jährigen einen Brief, mit dem sie sich selbst mustern sollen. Doch es regt sich Protest gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Der Erniedrigung und Gewalt setzen wir ein klares Ja zum Leben entgegen. Wir kämpfen für solidarisches und freudvolles Lernen in den Schulen, produktive Mehrung des gesellschaftlichen Reichtums weltweit, allseitige Heilung in den Krankenhäusern, Aufklärung und emanzipatorische Entfaltung in den Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Schaffung guter sozialer und kultureller Lebensbedingungen.

Die im Herbst geplanten Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland erhöht die Gefahr eines Atomkriegs und macht uns zum möglichen Ziel eines Präventiv- oder Gegenschlags. Wir wenden uns gegen die Stationierung und setzen uns für Abrüstung und die Abschaffung von Atomwaffen ein.

Der Überfall auf Venezuela und die Entführung des Präsidenten und seiner Frau, der Angriff auf den Iran, der Genozid in Gaza sowie die US-Blockade gegen Kuba sind klarvölkerrechtswidrig und ein verzweifelter Versuch der US-Regierung, ihre Vormachtstellung aufrechtzuerhalten.

Gegen die versuchte Einschüchterung des US-Regimes durch die vermeintliche Natürlichkeit des „Recht des Stärkeren“ kommt es erst recht auf uns an. Der Krieg kann nur geführt werden, wenn die Bevölkerung ihn mitmacht. Mit der UN-Charta, den politischen und sozialen Menschenrechten und der zivilen, kultivierten Verständigung der Völker liegt die Alternative zur anachronistischen Destruktion klar auf der Hand. Von den Völkern in weltweiter Zusammenarbeit realisiert, ist sie tatsächliche Perspektive und Überwindung der Gewalt.

Wir stellen uns international gegen diese militaristischen Entwicklungen und verlangen: Schluss mit der kolonialen Ausbeutung des sogenannten globalen Südens und den Blockaden und Sanktionen! Für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung und die Verteilung von gesellschaftlichem Reichtum! Atomwaffen abrüsten!
Hoch dieinternationale Solidarität!

In diesem Sinne gehen wir auf die Straße für:

  • Keine Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland
  • Weltweite nukleare Abrüstung und Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags
    durch Deutschland
  • Sofortiger Stopp aller Rüstungsexporte und Konversion aller Rüstungsproduktion
    in gesellschaftlich sinnvolle Arbeit
  • Vollständige Wiederherstellung des Asylrechts sowie Aufnahme und humanitäre
    Unterstützung aller Kriegsopfer, Kriegsflüchtlinge und Deserteure
    Umwidmung der Rüstungsmilliarden für Klima, Bildung, Kultur, Gesundheit und
    Soziales
  • Diplomatische Initiativen zur Beendigung von Kriegshandlungen statt deren
    militärische und politische Unterstützung und zur Aufnahme von
    Friedensverhandlungen
  • Ende des US-Blockade gegen Kuba
  • Verwirklichung der Zivilklauseln an den Hochschulen
  • Bundeswehr raus aus den Schulen – keine öffentliche Werbung für die Bundeswehr
  • Abschaffung der Wehrpflicht und des Ersatzdienstes
  • Verwirklichung des Menschen- und Völkerrechts
  • Gewaltprävention und internationale Kooperation statt Konfrontation
  • Auflösung der NATO

All Eyes on Gaza Demobericht

Abschlusserklärung der Kuba Jugendbrigade 2025

Hinaus zum Antikriegstag 2025

Hinaus zum Antikriegstag: Mit gewaltigem Internationalismus gegen internationale Gewalt!

Auf den Beginn des 2. Weltkrieg am 1. September 1939 folgte der 8./9. Mai 1945 und der hoffnungsvolle Aufbau einer Welt, die den Krieg unmöglich machen soll. Seitdem verrenken sich die Herrschenden, die errungenen Fortschritte der Befreiung zu revidieren und weitere humanistische Entwicklung im Keim zu ersticken, um Ausbeutung und Unterdrückung mit allen ihnen zur Verfügung stehenden unmenschlichen Mitteln gegen wachsende soziale Ansprüche aufrechtzuerhalten. Dazu wurde die NATO gegründet, die BRD wiederbewaffnet – inklusive Wiederaufbau der Rüstungsindustrie – und mit ‘89 die Erzählung verbreitet, dass die Geschichte beendet und der Kapitalismus unendlich sei.

Seit jeher von der Friedensbewegung infrage gestellt, beginnt diese Hegemonie an immer mehr Stellen zu bröckeln (technologisch, finanziell, legitimatorisch, etc.). Aus Verzweiflung stützt sich der Imperialismus nun vermehrt auf militärische Gewalt, denn weltweit bauen die Völker – in den in BRICS+ zusammengeschlossenen ehemaligen und Neokolonien bis hierher – an einer neuen internationalen Ordnung: eigenständige Süd-Süd-Kooperationen ersetzen den Zwang der IWF- Schuldenfalle, die unproduktive Beteiligung an der einseitigen Verurteilung und Sanktionierung Russlands im Ukraine-Krieg wird verweigert, um stattdessen gemeinsam für soziale Entwicklung, gute Versorgung mit Ressourcen und eine friedliche Entwicklung zu streiten, die Sahel-Staaten machen sich von der (Neo-)Kolonialmacht Frankreich frei, und die Initiativen Südafrikas und Nicaraguas vor dem IGH fordern die Verwirklichung von Völkerrecht gegen imperialistischen Völkermord.

Am heutigen Gedenken sagen wir nicht nur Nein zur gewaltsamen Unterwerfung Polens, sondern auch zum überlebten imperialistischen Prinzip der gewaltsamen Ordnung der Welt.

Angesichts der geplanten Stationierung atomar bestückbarer, auf Moskau gerichteter US-Mittelstreckenraketen in Deutschland gewinnt die weltweite Friedensbewegung, die entgegen der Blockkonfrontation im Kalten Krieg Verständigung, den Atomwaffenverbotsvertrag und Abrüstungsabkommen erstritt, an neuer Aktualität. 80 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus gilt es, das Friedensgebot im Grundgesetz, das Gewaltverbot in der UN-Charta, soziale Teilhabe aller und Völkerverständigung als gesellschaftliche Perspektive zu verwirklichen. Wenden wir von hier gemeinsam mit der weltweiten antikolonialen Bewegung des globalen Südens das Nein zu imperialistischer Gewalt ins Ja zu Kooperation und gemeinsamen Entwicklung der Menschheit!

In diesem Sinne: Kommt mit uns am 01.09.25 auf die Straße und lasst uns ein starkes Zeichen für den Frieden setzen. Wir alle sind diejenigen, auf die es ankommt, eine wirkliche Perspektive zu entwickeln und zu erwirken! BAföG für alle, statt Profite für wenige, als Teil einer sozialen Wende. Wir kämpfen für: Internationale Wissenschaftskooperationen für konkrete Völkerverständigung, gerade mit denen, die zu unseren Feinden gemacht werden sollen – auch mit China, Russland, Palästina und Iran. Friedensbildung in allen Schulen als Teil von ziviler Emanzipation.

Wissenschaft, die immer dem Frieden und nie dem Krieg dienlich ist als Leitwissenschaft für einen wirklichen Beitrag zur Lösung der gesellschaftlichen Krisen. Das ist die einzige Existenzberechtigung für Universitäten, Lehrende und Lernende. Dafür laden wir alle ein, mit uns an den Hochschulen zu kämpfen.

Pressemitteilung zur beschlossenen Antisemitismusresolution im Bundestag

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