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16. Juli 2014 Die Linke.SDS

Solidarität mit der Besetzung des Rektorats der Universität Leipzig

Die Linke.SDS solidarisiert sich mit den Studierenden der Universität Leipzig, die am Montag, den 14.7. das Rektorat besetzt haben. Damit reagieren sie auf die monatelange Ignoranz von Rektorat und Landesregierung, die sich zu keinerlei Kompromiss oder Dialog bezüglich der massiven Stellenkürzungen an Sachsens Hochschulen bereit zeigen. Die von der sächsischen Landesregierung beschlossenen Kürzungen von 1042 Stellen bis 2020 würde die Schließung mehrerer Institute oder gar ganzer Fakultäten bedeuten, unter anderem der renommierten Theaterwissenschaft und der Archäologie. Andere Institute werden stark verkleinert, wie die Physikalische Chemie und die Romanistik. Die Folge wäre das Ende der Universität Leipzig als Volluniversität.

Sophie Dieckmann, Bundesgeschäftsführerin von Die Linke.SDS erklärt: "Wir verurteilen die Kürzungen und solidarisieren uns mit den Protesten. Die Demonstration in Leipzig am 25.6. mit ca. 10.000 Teilnehmenden hat gezeigt, dass die Studierenden in Sachsen die Kürzungen ablehnen. Daraufhin gab es keinerlei Reaktion oder Einlenken seitens der Landesregierung. Die Radikalisierung der Proteste ist eine logische Konsequenz der Missachtung der Interessen der Studierenden durch Rektorat und Landesregierung. Der Mut der Besetzerinnen und Besetzer verdient die volle gesellschaftliche Unterstützung."

Marius Weichler aus dem SDS-Bundesvorstand ergänzt: "Geld für Bildung ist genug da - es muss nur richtig verteilt werden. Seit mehreren Jahren wurden die Staatskassen durch Steuererleichterungen für die Superreichen und Konzerne systematisch geleert. Das muss ein Ende haben. Bildung darf nicht zur Ware werden, die mal eben abgewickelt wird, wenn sie keinen Profit abwirft."

Noch einmal Sophie Dieckmann: „Die Linke.SDS fordert die Landesregierung auf, die Kürzungen vollständig zurückzunehmen und sich für eine ausfinanzierte Hochschule mit tariflich abgesicherten Arbeitsplätzen einzusetzen. Wie in der derzeitigen Debatte um den Entwurf des Doppel-Haushaltes zu erfahren war, verwaltet Finanzminister Unland Haushaltsrücklagen von insgesamt mehr als 8 Milliarden Euro. Genug Geld für eine ausfinanzierte Hochschullandschaft ist also vorhanden.

Desweiteren unterstützt Die Linke.SDS das bundesweite Bündnis "Bildungsstreik 2014", in dem die Proteste gegen Kürzungen in vielen Bundesländern gebündelt werden und eine gemeinsame Protestperspektive entwickelt wird.

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