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2. November 2015 Die Linke.SDS

"Traumjob Wissenschaft?"

Die Linke.SDS unterstützt die Aktionswoche "Traumjob Wissenschaft" der GEW vom 2. bis 6. November und fordert bessere Arbeitsbedingungen für studentische Hilfskräfte.

Bettina Gutperl, Geschäftsführerin von Die Linke.SDS sagt dazu "Wir als sozialistischer Studierendenverband solidarisieren uns mit den Forderungen der GEW. Denn diese bleiben selbstverständlich nicht bei dem Reförmchen "Wissenschaftszeitgesetz" der Bildungsministerin Wanka stehen. Um die Verhältnisse an den Hochschulen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie für Studierende grundlegend zu verbessern, braucht man eine Vision vom "Traumjob Wissenschaft". Möglich werden andere Beschäftigungsbedingungen an der Hochschule erst, wenn wir als Studierende zusammen mit den Beschäftigten und der GEW Druck ausüben - auf Bund, Länder sowie Hochschulen, denn nur gemeinsam setzen wir den Hebel der Veränderung in Bewegung."

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz fördert prekäre Arbeit und diskriminiert Frauen in der Wissenschaft

"Der neue Entwurf des Wissenschaftszeitvertragsgesetz bringt zwar leichte Verbesserungen mit sich, aber löst das Grundproblem prekärer Arbeitsverhältnisse an Universitäten nicht. Viel zu kurze Arbeitsverträge und besonders die völlig unzureichende Berücksichtigung der familiären Situation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern schließen Frauen systematisch aus dem Wissenschaftsbetrieb aus, da sie immernoch einen Großteil der Haus- und Pflegearbeit verrichten und deshalb auf planbare Karrierewege noch stärker angewiesen sind als Männer." kommentiert Gutperl. 

Wir wollen gute Arbeit für studentische Hilfskräfte

Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz bedeutet einen leichten Fortschritt für studentische Hilfskräfte, da ihre studienbegleitende Arbeit nicht mehr auf die wissenschaftliche Höchstarbeitsdauer vor einer Promotion angerechnet werden darf.

Dazu Jakob Migenda aus dem Bundesvorstand von Die Linke.SDS: "Wir begrüßen diese leichte Verbesserung, leider geht sie an der Lebensrealität der meisten studentischen Hilfskräfte vorbei. Nur wenige HiWis werden später promovieren, aber alle leiden unter fehlenden Tarifverträgen und schlechten Löhnen. Deshalb sehen wir die Bundesländer in der Pflicht endlich Tarifverträge für studentische Hilfskräfte abzuschließen. In Berlin, wo es schon einen Tarifvertrag gibt, sind die Arbeitsbedingungen merklich besser als in den anderen Ländern. Wir solidarisieren uns deshalb mit dem Streik der Hilfskräfte in Frankfurt am Main und wünschen ihnen viel Erfolg in ihrem Arbeitskampf!"

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