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4. Oktober 2009 Pressemeldungen

Studierende organisieren sich gegen Schwarz-Gelb

Mit konkreten Protestplanungen endete heute der Make Capitalism History-Kongress des Studierendenverbandes Die Linke.SDS an der Freien Universität Berlin.  Mit 1136 Teilnehmern war es der größte studentische Kongress des Jahres. Drei Tage lang diskutierten Aktive des Bildungsstreiks mit Gewerkschaftern, Aktiven aus sozialen Bewegungen und Attac über Alternativen zum Kapitalismus und Protestperspektiven gegen Schwarz-Gelb.


Friederike Benda, Bundesgeschäfstführerin von Die Linke.SDS, bilanziert: "Der Andrang war enorm. Schwarz-Gelb muss sich auf Opposition an den Hochschulen einstellen. "Ab Semesterbeginn werden wir daran arbeiten, dass eine rot-rot-grüne Opposition auf der Straße entsteht, die die Merkel-Regierung vor sich hertreibt."

 

Benda warnte davor, dass unter Schwarz-Gelb die benötigten Mittel für Bildung in weite Ferne rückt. "Nur mit Druck können wird es mehr Geld für bessere Bildung geben." Im Hinblick auf die Diskussion um die Ernennung Roland Kochs (CDU) als Finanzminister fügte Benda hinzu: "Koch hat schon einmal gegen die Studierenden verloren. Jetzt gilt es dafür zu sorgen, dass Schwarz-Gelb Geschichte wird". In Hessen wurden im Juni 2008 die unter Koch eingeführten Studiengebühren wieder abgeschafft.

Bereits im November sind erste Proteste geplant. Am 16.11 werden bundesweit dezentrale Demonstratioenn als Auftakt zum Bildungsstreik im Wintersemester stattfinden. Im Juni hatten 270.000 für bessere Bildung demonstreiert.  Am 13. Februar wollen Studierende dazu beitragen, den geplanten Nazi-Aufmarsch in Dresden durch massenhafte Blockaden zu verhindern.

Beim Make Capitalism History Kongress diskutierten die Teilnehmer in über 60 Veranstaltungen mit über 80 Referentinnen. Der Kongress wurde organisiert von dem Studierendenverband Die Linke.SDS.

Kommentar

Arbeiter, 05-10-09 11:29:
Freue mich als ehemaliges SDS-Mitglied von 1968 in Essen, daß wohl sozial-politisch wieder Leben in die "Bude" kommt. Hatte mich selber auch in "DieLinke" wieder aktiviert, nach dem Motto: alte Kämpfer wieder vor! Aber jetzt kommt wohl Nachschub.
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N. Segerath, 05-10-09 19:12:
Es ist an der Zeit, dass sich wieder eine Opposition aus dem nichtparlamentarischen Bereich herausbildet. So gut die Bundestagsfraktion der Linken auch sein mag, es muss mehr Druck geben. Und den kann man durch außerparlamentarische Aktivitäten erreichen. Z. B. die Kampagne der Schüler und Studenten gegen die Bologna Reform. Das zeigte Wirkung hier muus man am Ball bleiben. Nur so, mit Massenhaftem Protest sind die Regierenden zu beeindrucken. Gut so weiter so
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Anton, 05-10-09 20:11:
war einfach ein mega geiler Kongress!!!
Super und danke!
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no, 07-10-09 23:09:
War leider nicht dabei. Das Programm scheint auf jeden Fall interessant gewesen zu sein. Kommen die versprochenen Videos und Audiofiles noch?
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Eiffe der Bär, 09-10-09 17:47:
Es war ein toller Kongress. Mit "Opposition", wie Fr. Benda betont, bin ich einverstanden. Aber wieso "rot-rot-grün"? Warum nicht einfach "Oppositon"? Gerne auch "außerparlamentarisch".
Und welche Opposition die Grünen und die SPD sind, zeigt sich an ihrer unbedingt pro-kapitalistischen Haltung. Auch die LINKE ist ja letztlich eine bürgerliche Partei, die den Kapitalismus gar nicht abschaffen will. Daher sind mir Fr. Bendas Ausführungen schon auf dem Abschlußpodium sauer aufgestoßen.
Wir sind doch schließlich ein sozialistischer Studierendenverband und der Kongress hieß "Make Capitalism History".
Dieses Ziel sollten wir nicht aus den Augen verlieren und es auch niemals beschweigen!

Eiffe der Bär kommt bald.
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Emil, 14-10-09 12:36:
Die dezentralen Demos sind für den 17.11. angedacht, nicht den 16.
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