Zum Ergebnis der Urabstimmung der GDL, zu bundesweiten Streiks
aufzurufen, erklärt Sascha Collet, Bundesgeschäftsführer von DieLinke.SDS:
„Die Mitglieder der GDL haben richtig entschieden. Der Streik der GDL ist
absolut berechtigt und die Streikausweitung nur die logische Konsequenz.
Schon seit Jahren stehen die Forderungen nach einheitlicher Fahr- und
Ruhezeitverordnung sowie nach höheren Löhnen im Raum. Das Angebot der
Deutschen Bahn von 1,9% ist viel zu niedrig. Es deckt noch nicht ein mal
den Inflationsausgleich ab. Gleichzeitig sollen die Lokführer auch noch
eine Stunde länger arbeiten. Das ist für die Kollegen der GDL natürlich
nicht hinnehmbar. Deshalb werben wir um breite Solidarität mit den
Lokführern.“
Collet weiter: „Ich verstehe die Sturheit Arbeitgeber und der Bahn nicht.
Unfälle wie in Hordorf passieren doch nicht im luftleeren Raum, sondern
sind das Ergebnis von Fahrzeiten bis zu 20 Stunden. Durch einheitliche
Verträge könnten Bahnreisen wieder sicherer werden. Dazu benötigen wir
aber einen Flächentarifvertrag im Fernverkehr.“, so Collet weiter.
Um ihre Forderungen zur Umsetzung zu bringen, hat sich die GDL in einer
Urabstimmung zu weiteren Streiks entschlossen. Die Lokführergewerkschaft
bemüht sich nach eigener Aussage, ihre Tarifkämpfe möglichst nicht auf dem
Rücken von Reisenden auszutragen, dennoch haben Fahrgäste mit Verspätungen
und Zugausfällen zu rechnen.
Ben Stotz, Mitglied im Bundesvorstand von DieLinke.SDS wirbt hierfür um
Verständnis: „Natürlich ist ein Streik, der auch Reisende betrifft, für
diese nicht immer angenehm. Der Arbeitskampf ist jedoch ein legitimes
Mittel zur Durchsetzung gewerkschaftlicher Forderungen. Und wenn die
Lokführer gewinnen, dann verbessert sich die Situation für Alle.
Schließlich sind auch viele Reisende von Dumpinglöhnen und Leiharbeit
betroffen. Die Kollegen der GDL verdienen deswegen unsere Solidarität.“
Kontakt:
Sascha Collet: 0179-7361226
Ben Stotz: 0151-23078676
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