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Über Die Linke.SDS


Zeit sich zu organisieren

Die Linke.SDS wird bald zwei Jahre alt. Friederike Benda meint, gerade in der Krise braucht es eine starke Organisation von Studierenden

Vor fast zwei Jahren im Mai 2007 gründeten Studierende aus der ganzen Bundesrepublik den Studierendenverband Die Linke.SDS. „Die Verhältnisse zum Tanzen bringen“ stand auf dem großen Transparent, das sie in der Frankfurter Goethe-Universität aufgehängt hatten.

Die Verhältnisse sind mittlerweile kräftig zum Tanzen gebracht worden – wenn auch anders als gedacht. Enteignungen sind plötzlich Regierungspolitik und das US-amerikanische Nachrichtenmagazin „Newsweek“ verkündet auf dem Cover „Wir sind alle Sozialisten“. Aber: Das ist kein Grund zur Freude! Der Sozialismus der Regierenden bedeutet Milliarden für Banken und Unternehmen, während die staatliche Rekordverschuldung durch soziale Angriffe auf Beschäftigte und Arbeitslose abgewälzt werden soll. Auch in der Hochschulbildung drohen dann Kürzungen.

Das wird nur verhindert, wenn es entsprechend Gegendruck gibt – Die Linke.SDS will daher zum Aufbau starker und handlungsfähiger linker Strukturen beitragen, die einen Kampf gegen die Abwälzung der Kosten der Krise auf uns alle aufnehmen können. Deshalb beteiligt sich der Studierendenverband an den „Wir zahlen nicht für Eure Krise“-Demonstrationen in Frankfurt und Berlin und will durch den Bildungsstreik im Juni den Kampf gegen die unzumutbaren Zustände an den Hochschulen aufnehmen.

Mit der „Schöner Studieren“-Kampagne will Die Linke.SDS zeigen, dass überfüllte Hörsäle und extremer „Workload“ kein Naturgesetz sind, sondern ihre Ursache in der Unterfinanzierung der Hochschulbildung liegt. Bereits jetzt ist Die Linke.SDS in zahlreichen Studierendenparlamenten aktiv, um konkrete Verbesserungen durchzusetzen.

Gerade in Zeiten von kurzer Studiendauer und hoher Arbeitsbelastung kann ein bundesweiter Verband dazu beitragen, dass vor Ort dauerhafte linke Strukturen entstehen. Nicht jede Hochschulgruppe muss das Rad neu erfinden, sondern kann von den Erfahrungen der anderen profitieren.

Seit Gründung hat Die Linke.SDS Seminare und Kongresse zu Themen von Hochschulpolitik über Feminismus bis Imperialismus organisiert. Dahinter steht die Überzeugung, dass  es notwendig ist, die Welt zu verstehen, um sie zu verändern.
Im Wintersemester 2008 startete Die Linke.SDS die „Kapital“-Lesebewegung. An 30 Hochschulen treffen sich seitdem regelmäßig Lesekreise, um sich gemeinsam Marx’ Klassiker zu erarbeiten.

Im Oktober wird der „Make Capitalism History“-Kongress folgen, bei dem die Krise des Kapitalismus analysiert und über Systemalternativen diskutiert wird.
Es ist Zeit, sich zu organisieren. Mach mit bei Die Linke.SDS.

Friederike Benda ist Geschäftsführerin von Die Linke.SDS